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U65R - Jobs für 25- bis 65-Jährige

Das Netzwerk Mitte Bremen bietet für 25- bis 65-Jährige Arbeitslosengeld-II-
Empfänger/-innen bis zu einhundert Arbeitsgelegenheiten an, sogenannte Integrations-Jobs. Angesiedelt sind die Jobs bei Vereinen, Firmen und Institutionen in den Bremer Stadtteilen Mitte und Östliche Vorstadt. Es handelt sich um ein regional ausgerichtetes Netzwerk. Die Tätigkeitsbereiche sind breit gefächert.

Mitarbeiter in der Aucoop-Metallwerkstatt an einer Schneidemaschine Die wöchentliche Arbeitszeit für 25-65-Jährige in einem Injob beträgt in der Regel 35 Stunden. 30 Stunden davon finden als reine Arbeitszeit in den Einsatzstellen vor Ort statt, fünf Stunden pro Woche sind für Qualifizierung und Integrationsbegleitung vorgesehen. Oft ist es so, dass die Qualifizierungsstunden im Block abgeleistet werden. Das heißt zum Beispiel, dass ein Injobber drei Monate lang in einem Verein als Verwaltungskraft arbeitet und dann im Block eine Weiterbildung "Microsoft Office" bei der Volkshochschule belegt. Die Injobber und Injobberinnen haben ein bestimmtes Kontingent an Geld und Zeit für Qualifizierungen, das ihnen zusteht.

Individuell abgestimmte Qualifizierung

Im Netz-Mitte bekommen Injobber/-innen passgenaue Qualifizierungen, die sie weiter bringen. Dafür arbeiten wir mit zahlreichen Weiterbildungseinrichtungen zusammen, um eine breite Palette an Lehrgängen zu ermöglichen. Das Netz-Mitte hält nichts von "Qualifizierung von der Stange". Einige Beispiel unserer vermittelten Lehrgänge:

  • Deutsch - Sprachkurse für MigrantInnen
  • Fremdsprachen
  • Sprachausbildung für SchauspielerInnen
  • Zusatzqualifizierung für Sprachdozenten in Integrationskursen nach dem neuen Zuwanderungsgesetz
  • EDV-Kurse von der unteren bis zur gehobenen Kategorie
  • EU-PC-Führerschein
  • Verwaltung / Rechnungswesen
  • Beratung / Soziale Betreuung / Pädagogik
  • Rhetorik / Selbstpräsentation / Kommunikation
  • Soft Skills
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Projekt- und Eventmanagement
  • Existenzgründung
  • Lager / Transport / Logistik
  • Bewachung / Sicherheit / Haustechnik
  • Nahrung / Hotel - und Gastgewerbe
  • Kunst / Kultur
  • Bewegungstherapie, z.B.Yoga-Lehrerausbildung

Das Verfahren, um einen Injob anzutreten, ist folgendes: Ein/e Arbeitslosengeld-II- Empfänger/-in wird von ihrem Fallmanager der BAgIS auf einen Injob zugewiesen. Bevor er die Arbeit antreten kann, stellt der/die Arbeitslosengeld-II-Empfänger/-in sich zunächst beim Netz-Mitte vor, danach bei der konkreten Einsatzstelle vor Ort. Die Zuweisung durch die BAgIS läuft zunächst ein halbes Jahr. Eine Verlängerung auf ein Jahr ist möglich, wenn es Sinn macht.

Im Netz Mitte gibt es viele verschiedene Tätigkeitsbereiche (Bildrechte: www.pixelio.de) Im Netz Mitte gibt es viele verschiedene Tätigkeitsbereiche (Bildrechte: www.pixelio.de) Im Netz Mitte gibt es viele verschiedene Tätigkeitsbereiche (Bildrechte: www.pixelio.de)
Schwerpunkte der Tätigkeiten

Ein Blick in den Hof der Aucoop Die Schwerpunkte der von der AUCOOP und dem Lagerhaus angebotenen Tätigkeiten liegen besonders in den Bereichen Kultur, Handwerk, Migration und Umwelt. In all diesen Bereichen sind Maßnahmen mit Verwaltungs- und technischem Charakter zu finden, in einigen Bereichen insbesondere unterstützende Beratungstätigkeiten und soziale Betreuung. Die Angebots- palette der Einsatzstellen des "Netz-Mitte" reicht von Stellen als Concierge, Aufsicht im Museumsbereich bis hin zu Maßnahmen im Bereich der Frauenliteratur.

Vermittlungsquote

Unsere Sozialpädagogin ist zuständig für die Integrationsbegleitung und Qualifizierung. Ziel der Injobs ist es, die Vermittlungschancen von Arbeitslosengeld-II-Empfänger/-innen auf den ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen. Fast ein Drittel der InjobberInnen im Netz-Mitte bekommen nach dem Injob eine Anschlussbeschäftigung. Die Vermittlungsquote des Netz-Mitte (Quote der TN, die aus der Maßnahme ausgetreten sind und ein Beschäftigungs- bzw. Ausbildungsverhältnis begonnen haben) liegt für 2005 bei 29 % (9 von 31) und für 2006 (bis Ende Juli) bei 34 % (21 von 62). Zum Teil sind zwar nur Arbeitsstellen auf geringfügiger Basis, was für die Teilnehmenden aber schon mal ein Anfang für den Start in ein neues Berufsleben auf dem ersten Arbeitsmarkt ist.